Kantor & Komponist
Peter Heeren

 

Beethovens 9te in  Marne

Am 03.01.2016 um 19 Uhr, Maria-Magdalenen-Kirche: Die „Neunte“ von Beethoven

Sie gehört weltweit zu den populärsten Werken der klassischen Musik – die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven. Am 03.01. 2016 um 19 Uhr wird sie unter der Leitung des Kantors Peter Heeren in Marne aufgeführt.

Marner Kantorei, Chorverein Kisdorf e. V. (Einstudierung Hans Thiemann), Carla Filipcic (Sopran), Wioletta Hebrowska (Alt), Rainer Thomsen (Tenor), Kevin Gagnon (Bass), Neue Philharmonie Hamburg.

 

 

ACHTUNG!
1) Das Konzert ist ausverkauft!
2) Kinder und Jugendliche brauchen eine Karte (kostenlos). (Sicherheitsgründe.)
3) Es wurde dazu eingeladen, nach dem Konzert im Gemeindehaus das Neue Jahr zu begrüßen. Aus organisatorischen Gründen muss diese Zusammenkunft leider ausfallen.

 

 

Carla Filipcic studierte Gesang am Nationalen Konservatorium López Buchardo. Im Studienjahr 2000/2001 war sie Leonor-Hirsch-Stipendiatin bei Denise Duplex. Sie wurde 2002 am „Instituto Superior de Arte“ des Teatro Colón aufgenommen und noch im selben Jahr von der Vereinigung Argentinischer Musikkritiker als Entdeckung im Bereich klassische Musik ausgezeichnet. 2004 erhielt sie von der Tageszeitung Clarín erneut eine Auszeichnung. Zu ihrem Opernrepertoire gehören Rollen wie die Fiordiligi aus „Cosí fan tutte“, die Agrippina aus dem gleichnamigen Händelwerk und der Female Chorus aus „The rape of Lucretia“. Zusätzlich widmet sie sich dem Oratorium und gibt Kammerkonzerte.

 

 

 

Die polnische Altistin Wioletta Hebrowska, ist seit der Spielzeit 2008/2009 am Theater Lübeck engagiert, zunächst im Internationalen Opernelitestudio, dann ab August 2010 im Solistenensemble. Dort konnte sie bereits wichtige Fachpartien singen, u.a. Octavian („Der Rosenkavalier“), Carmen, Brangäne („Tristan und Isolde“), Hänsel („Hänsel und Gretel“), Idamante („Idomeneo“), Angelina („La Cenerentola“) Marguerite („La damnation de Faust“). Darüberhinaus war sie die Grimgerde und Floßhilde im überregional beachteten Lübecker Ring des Nibelungen, der bei FAVO auf DVD erschienen ist und soeben in Berlin den Echo-Klassikpreis gewonnen hat. Während dieser Zeit gastierte sie als Octavian am Theater Dortmund, am Pfalztheater Kaiserslautern als Meg Page in „Falstaff“ in der Inszenierung von Bernd Weikl (aktuell auf DVD bei ARTHAUS erschienen), bei den Eutiner Festspielen,beim Opernfestival in Martina Franca, Italien und bei der Oper Schloss Hallwyl, Schweiz. 2014 war sie Stipendiantin des Kölner-Wagnerverbandes. Wioletta Hebrowska war Preisträgerin bei mehreren Gesangswettbewerben, u.a. 2009 beim Maritim Musikpreis (2. Platz und Publikumspreis) und beim Edmund Kossowski- Wettbewerb in Warschau (3. Platz und Spezialpreis für den Vortrag eines Szymanowski-Liedes). Sie wird aktuell von KS Bernd Weikl und Prof. Anke Eggers gesanglich betreut, in deren Solistenklasse sie von 2008 bis 2010 an der Lübecker Musikhochschule studierte. Dort sang sie die Dorabella in „Cosi fan tutte“ unter der Leitung von Marcus R. Bosch. Von 2003 bis 2008 absolvierte Wioletta Hebrowska ein Gesangsstudium an der Musikakademie in Posen bei Prof. Antonina Kowtunow, das sie mit Auszeichnung abschloss. In dieser Zeit nahm sie mehrfach an Meisterkursen mit Teresa Zylis-Gara teil.

 

Rainer Thomsen, Tenor, studierte zunächst Kirchenmusik (A-Examen), Musiktheorie und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Danach folgte ein Gesangstudium an der Musikhochschule Hannover bei Frau Prof. Carol Richardson- Smith. Eine achtjährige Ausbildung in funktionaler Stimmpädagogik bei Prof. Eugen Rabine in Walheim ergänzten sein Gesangstudium. Er ist als freier Mitarbeiter und Seminarleiter am Rabine-Institut für funktionale Stimmpädagogik und Stimmtraining tätig.
Von 2001 bis 2003 trat er sein erstes festes Engagement am Stadttheater Bremerhaven an, wo er u.a. als Symon im Bettelstudent, als Steuermann im Fliegenden Holländer, als Fenton in den Lustigen Weibern aus Windsor, als Ferrando in Cosi fan tutte und als Tamino in der Zauberflöte zu hören war.
Seit 2004 arbeitet er als freiberuflicher Opern – und Konzertsänger, Gesangspädagoge sowie als Kantor und Organist an der Hamburger Innenstadtgemeinde St. Johannis- Eppendorf. Von 2004–2010 war er Stimmbildner für die Kantoreien der Hamburger Hauptkirchen St. Katharinen und St. Michaelis. Seit 2011 wirkt er als Dozent für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

 

Als Sänger verfügt er über ein breit gefächertes Repertoire und konzertierte u.a. mehrfach mit dem Barockorchester Schleswig-Holstein, der Hamburger Camerata, dem Staatsorchester Darmstadt, den Göttinger Sinfonikern und den Hamburger Sinfonikern. Er gastierte u. a. am Stadttheater Flensburg, Nordhausen, Lüneburg und an der Hamburger Kammeroper. Neben Oper und Oratorium ist Rainer Thomsen auch als Liedinterpret u.a. im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe erfolgreich in Erscheinung getreten. Die künstlerische Vielseitigkeit des Sängers ist durch zahlreiche Rundfunk- und CDProduktionen dokumentiert.

 

Geboren in Kanada, studierte Kevin Gagnon zunächst Musik an der University of Alberta, wo er seinen Gesangsunterricht bei dem Baß der Metropolitan Opera, Dr. Alan J. Ord erhielte. Während seines Studiums wurde Kevin Gagnon mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, inklusive des begehrten “Vienna Opera Ball” Stipendiums für junge Opernsänger. Kurz nach seinem Abschluss wurde er Mitglied des Opern-Studios der Edmonton Opera, wo er auch sein Debut als Vicomte Cascada in Léhars “Die Lustige Witwe” gab. 2003 kam er durch ein Stipendium der Johann Strauß Gesellschaft nach Europa und studierte Lied bei Norman Shetler am Mozarteum in Salzburg. Seit dem singt Kevin Gagnon als gefragter Solist und Ensemble sänger in Europa, mit regelmäßigen Auftritten in diversen Rundfunkchören und als beliebter Konzertsänger und Interpret der Werke von Bach, Brahms, Mendelssohn, Händel und vielen anderen.

 

Die Kantorei Marne und der Chorverein Kisdorf sind gemeinsam die Chorpartien der 9ten Sinfonie. Der Chorverein Kisdorf wird von Hans Thiemann geleitet:Hans Thiemann wurde 1977 in Hamburg geboren. Der Pädagoge für Musik und Latein erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit dem Hauptfach Klavier und erhielt Chorleitungsunterricht bei Anna-Elisabeth Ubellohde und bei Prof. Hannelotte Pardall.


Internationale Projekte mit der EuropaChorAkademie führten Hans Thiemann u. a. mit Michael Gielen, Justus Frantz, Heinz Wallberg und Ingo Metzmacher zusammen. 2000 folgte ein Meisterkurs Dirigieren bei Prof. Joshard Daus in Bremen. Hans Thiemann leitet seit 1997 die Big Band Domino, Hamburgs größtes Tanz- und Unterhaltungsorchester. 1999 übernahm er die Leitung des Chor-Vereins Kisdorf. Neben seiner Dirigiertätigkeit singt Hans Thiemann in verschiedenen Kammerensembles (u. a. consonare Norderstedt, Europa-ChorAkademie Mainz, Norddeutscher Kammerchor).

 

Chor-Verein Kisdorf ins Leben gerufen. Heute sind wir ein gemischter Chor mit einer ausgewogenen Besetzung in den Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Der Chorverein zählt über 65 aktive Sängerinnen und Sänger und unsere musikalische Arbeit wird von genauso vielen fördernden Mitgliedern unterstützt. Die musikalische Leitung des Chores liegt seit 1999 in Händen von Hans Thiemann. Der studierte Schulmusiker erweiterte behutsam das Repertoire des Chores mit klassischen Chorwerken. Geistliche und weltliche Werke wie Vivaldis „Gloria“, Haydns „Schöpfung“, Orffs „Carmina Burana“, Bachs „Weihnachtsoratorium“ oder Lieder von Hugo Distler gehören neben Opern- und Operettenmelodien, Gospels, Spirituals und Volksweisen zum Repertoire des Chores. Mit dem neuen Repertoire spricht der Chor-Verein nicht nur mehr Zuhörer an (durchschnittlich 300 bis 500 Besucher pro Konzert), sondern gewann auch viele neue Mitsänger. Damit setzt der Chor-Verein Kisdorf ein Zeichen gegen den allgemeinen Trend des Mitgliederschwunds in den Chören Schleswig-Holsteins. Die Konzerttätigkeit des Chor-Vereins Kisdorf umfasst kleinere und größere Auftritte. Traditionell sind die Herbst- und Weihnachtskonzerte in der Gemeinde Kisdorf und Umgebung. Darüber hinaus wird der Chor-Verein mehrmals im Jahr zu Gastauftritten in Konzerten befreundeter Chöre eingeladen. Zahlreiche weitere öffentliche und private Auftritte ergänzen die rege Konzerttätigkeit des Chores. Daneben finden wir aber auch Zeit für gesellige Feste und Ausflüge.

 

Die Neue Philharmonie Hamburg wurde 2003 gegründet. Sie formiert sich aus freischaffenden Berufsmusikern aus aller Welt. Im künstlerischen Portfolio steht die sinfonische Musik von der Vorklassik bis zur Moderne im Vordergrund. Darüber hinaus tritt die Neue Philharmonie Hamburg in Kammerbesetzungen vorwiegend im Raum Norddeutschland auf. Mit Freude übernimmt das Orchester auch anspruchsvolle Chorbegleitungen wie beispielsweise das Requiem von Mozart im Jahr 2011 mit dem Nikolaichor Potsdam. Seit der Saison 2003/2004 arbeiten die Musiker immer wieder mit renommierten Gastdirigenten zusammen. Dazu zählen Roberto Seidel, Ernst Bartel, Mike Steurenthaler, Ulrich Windfuhr und andere. Basis ihrer Aktivitäten bilden Konzerte in der Laeiszhalle Hamburg. Regelmäßige Tourneen führten die Neue Philharmonie Hamburg darüber hinaus nach Südkorea, Frankreich, Monaco, Italien, Spanien, Schweiz und Belgien. In Erinnerung bleiben u. a. vom Publikum gefeierte und von der Presse hochgelobte Auftritte in der Berliner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, dem Konzerthaus Berlin, dem Casino Basel oder der Kathedrale zu Nizza.

 

mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Marne

 

 

 

Wir danken den Sponsoren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und

Almuth Gnekow
Gerd Ottersky
Elke Loubier
Karin Häger
Renate Stührk

 


Professor Hans Gebhard und Peter Heeren an der Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche           Foto: Engel         

 

Musikalischer Frühling

Hochkarätiges Frühlingskonzert mit Professor Hans Gebhard in der Maria-Magdalenen-Kirche

Professor Hans Gebhard (85) aus Hamburg ist Kirchenmusiker, Konzertorganist und Musikwissenschaftler. Am vergangenen Sonntag gab er in der Maria-Magdalenen-Kirche in Marne ein Frühlingskonzert – und erlebte ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Schüler, dem Marner Kantor Peter Heeren. Eine Mischung aus musikalischem Hochgenuss und Erinnerungen an alte Studienzeiten.

Das muntere Gezwitscher eines ganzen Vogelschwarms erfüllt das Kirchenschiff der Maria-Magdalenen-Kirche. Unwillkürlich wandert der Blick suchend nach oben zu dem großen, goldenen Kronleuchter. Doch der täuschend echte Ruf des Kuckucks und seinen gefiederten Artgenossen erklingt von der Orgelempore – dort, wo Professor Hans Gebhard an der Marcussen-Orgel sitzt. Der Hamburger Musikprofessor wählte für sein Frühlingskonzert in Marne ein Programm, das seinem Namen alle Ehre macht. „Sie werden gleich eine ganze Menge von Vogelstimmen hören“, verspricht Hans Gebhard seinem Publikum vor dem Konzert. „Freuen sie sich auf Zaunkönig, Amsel und Grasmücke!“

Wer vor dem Konzert noch gezweifelt hat, ob einer historischen Orgel Vogelstimmen entlockt werden können, muss sich bereits während der Anfangstakte des ersten Stücks geschlagen geben. „Kuckuck“ erklingt es deutlich in der Kirche, zuerst als zarter Ruf eines einzelnen Kuckucks. Im Laufe des „Capriccio sopra cucu“ von J. Kaspar Kerll lässt Professor Gebhard immer mehr Kuckucksrufe klar erklingen und einstimmen – bis er sie durch sein virtuoses Orgelspiel abheben und sanft davongleiten lässt.

Mit Franz Liszt` „Die Vogelpredigt des Heiligen Franziskus von Assisi“ hält auch schon der nächste Vogelschwarm Einzug. Dieses und auch die folgenden Werke präsentiert Professor Hans Gebhard absolut souverän und meisterhaft. Nach einer nur wenige Minuten vor dem Konzert gefertigten Improvisation über das Lied „Geh aus, mein Herz“ von Paul Gerhardt endet der Abend. Das begeisterte Publikum bedankt sich bei Professor Hans Gebhard mit lang anhaltendem Applaus für das großartige Konzert.

Mit seinem Frühlingskonzert folgte der Musikprofessor einer Einladung seines ehemaligen Schülers Peter Heeren. Der Marner Kantor zeigt sich besonders beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der sein ehemaliger Lehrer das letzte Lied improvisierte. Professor Gebhard war an der Musikhochschule Lübeck sein Lehrer für Chorleitung und Improvisation. „Improvisation ist das Pflichtfach eines jeden, angehenden Kirchenmusikers“, betont Peter Heeren. „Man muss für jedes Choralvorspiel gottesdienstabhängig improvisieren können.“ So könne man das Kirchenlied „Herr, deine Liebe“ auf Konfirmationen genauso wie zum Ewigkeitssonntag singen. Allein das Orgelvorspiel müsse deutlich machen, ob der Anlass eher festlich oder getragen sei.

 

Professor Hans Gebhard ist Herausgeber eines Lehrbuchs zum Thema „Improvisation“ und bildete 20 Jahre lang Kirchenmusiker aus. Er weiß: „Die Studenten müssen das Improvisieren während ihres gesamten Studiums trainieren, aber ohne die Fähigkeit zum Komponieren ist das relativ sinnlos.“ An seinen „alten Studenten“ Peter Heeren habe er schon vor 25 Jahren viel Freude gehabt. „Er war damals schon eine Hochbegabung“, freut sich Professor Hans Gebhard. „Ich verfolge noch heute gern und mit großer Achtung seinen Werdegang.“

von Svenja Engel

(Marner Zeitung am 04. Juni 2014)

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       Professor Hans Gebhard an seinem Flügel                                                                                   Foto: Engel

Ein Leben für die Musik

Professor Hans Gebhard gibt Konzert in der Maria-Magdalenen-Kirche in Marne

Mit nur zwanzig Jahren wurde er als jüngster Kantor Deutschlands gefeiert. Als Musikprofessor an der Musikhochschule Lübeck unterrichtete er keinen geringeren als Justus Frantz. Nun kommt er für ein Orgelkonzert nach Marne in die Maria-Magdalenen-Kirche: Professor Hans Gebhard (85) aus Hamburg.

„Wenn sie weiterhin kommt, schließe ich das Klavier ab und werfe den Schlüssel in die Saale“, drohte der achtjährige Hans Gebhard seinen Eltern im oberfränkischen Schwarzenbach. Als sich der junge Klavierschüler über die „fürchterlich strenge Klavierlehrerin“ beklagte, schrieb man das Jahr 1937. Der Vater, Lehrer und Kantor, reagierte sofort. „Endlich bekam ich eine `normale` Lehrerin“, erinnert sich Hans Gebhard lächelnd. „Der blieb ich dann auch bis zur Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in München treu.“

Nach nur vier Semestern hatte Hans Gebhard sein Examen für Kirchenmusik und Komposition in der Tasche. Er bewarb sich sofort um die beste, bayerische Kirchenmusikerstelle, nämlich die des Stadtkantors in Hof (Franken). Und hatte Erfolg. Gebhard: „Ich war damals der jüngste Kantor Deutschland und man berichtete in allen Zeitungen über mich!“ Da 1950 die Volljährigkeit erst mit 21 Jahren erreicht wurde, durfte der damals 20-Jährige seinen Arbeitsvertrag selber nicht unterschrieben. „Das musste mein Vater für mich machen“, sagt Hans Gebhard.

Nach neun Jahren zog es den Kirchenmusiker nach Schleswig-Holstein. Er wurde Kirchenmusikdirektor an der St. Nikolai-Kirche in Kiel und erhielt 1980 sogar den dortigen Kulturpreis. Zu dem Zeitpunkt unterrichtete Hans Gebhard bereits seit vier Jahren als Professor für Orgel und Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck. „Zwölf Jahre lang hatte ich gleichzeitig eine halbe Stelle in Kiel und die Professur in Lübeck“, betont Hans Gebhard nicht ohne Stolz. „Und gewohnt habe ich damals schon in Hamburg.“

Einer seiner bekanntesten Schüler war Justus Frantz, der Gründer des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals. Beide Musiker sind seitdem befreundet, sodass Hans Gebhard kürzlich auch an der Feier anlässlich des 70. Geburtstages von Justus Frantz in Berlin teilnahm. „Justus stellt mich immer als seinen ältesten, noch lebenden Musiklehrer vor“, sagt Hans Gebhard. „Wir planen in Kürze ein gemeinsames Konzert!“

Und die Konzerte sind es auch, für die das Herz des Musikers Hans Gebhard schlägt. So gab er nicht nur Orgelkonzerte in Deutschland, sondern auch in England, Frankreich, Amerika und Estland. „Ich war in den Kathedralen von Coventry und Chartres“, erzählt Hans Gebhard mit leuchtenden Augen, „dort spielen zu dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes!“

Am kommenden Sonntag folgt Professor Hans Gebhard einer Einladung seines ehemaligen Schülers Peter Heeren nach Marne in die Maria-Magdalenen-Kirche. Mit seinem „Frühlingskonzert“ möchte Hans Gebhard an der Orgel Werke von Komponisten aus den letzten vier Jahrhunderten zu Gehör bringen. Selbstverständlich wird auch Franz Liszts berühmte „Vogelpredigt des Heiligen Franziskus“ dabei sein. „Ich freue mich schon sehr auf das Marner Publikum“, sagt Professor Gebhard, „es wird Musik hören, die einfach bezaubert und die Fantasie anregt!“

 

Das Konzert in der Maria-Magdalene-Kirche in Marne findet statt am Sonntag, 1. Juni um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

von Svenja Engel

(Marner Zeitung am 28. Mai 2014)

Begehrter Beethoven

Chorproben für den „Götterfunken“ platzen aus allen Nähten

Anfang Dezember 2013 berichtete unsere Zeitung, dass der Marner Kantor Peter Heeren mit seiner Kantorei die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven aufführen wird und Unterstützung durch Gastsänger sucht. Mittlerweile wurden schon dreimal die Beethoven-Noten aufgeschlagen und die Anzahl der Sänger ist auf ein Rekordhoch gestiegen.

Sie kommen aus Lunden, Heide, Burg und Itzehoe und wollen alle nur einen: Beethoven. Gemeint sind die Gastsänger der Kantorei Marne, die seit Januar tatkräftig die Probenarbeit an der „Neunten“ von Beethoven unterstützen. Die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven gehört weltweit zu den populärsten Werken der klassischen Musik und ihre Ode ist seit 1995 die offizielle Hymne der Europäischen Union. „Fast jeder kennt sie und kann ihre Melodie pfeifen“, weiß Kantor Peter Heeren (48), „die Neunte einmal so ‚richtig‘ mitsingen zu können, ist für viele Chorsänger eine spannende Sache!“ Dem Kirchenmusiker ist aber auch bewusst, dass dieses berühmte Werk nur mit einem stimmgewaltigen Chor gut klingen kann. Er hat sich daher neben der Beteiligung einer weiteren Kantorei aus Lübeck zusätzlich für eine Unterstützung durch Gastsänger entschieden – und bei der ersten Chorprobe Anfang Januar eine Überraschung erlebt. „Es waren über 25 zusätzliche Sänger zur Probe gekommen“, erinnert sich Peter Heeren, „mit so einer großen Beteiligung hatte ich überhaupt nicht gerechnet!“

Einer der Gastsänger ist Dr. Dietrich Stein (65) aus Barlt. Er war in der Zeit von 1980 bis 1988 Pastor in Marne und gleichzeitig Mitglied der dortigen Kantorei. Als begeisterter Sänger war Dr. Stein schon als kleiner Junge Mitglied eines Kinderchors. Später hat er viele Jahre in einem Chor von Professor Hans Gebhard in Kiel gesungen und dort an den Aufführungen aller bekannteren Chorwerke mitgewirkt. Als Dr. Stein von den Beethoven-Plänen seiner ehemaligen Kantorei hörte, stand für ihn sofort fest: „Das möchte ich nicht verpassen!“ Zu den Fähigkeiten des Kantors Peter Heeren findet er nur anerkennende Worte. „Die hohe Qualität der Kantorei ist allein sein Verdienst“, ist er überzeugt, „Hut ab, dass er sich nun den Beethoven vorgenommen hat.“ Für Dr. Stein ist es eine Selbstverständlichkeit, das Projekt des Marner Kantors zu unterstützen. Schmunzelnd verrät er: „Ich bin doch seit kurzem im Ruhestand und habe dadurch etwas mehr Zeit.“

Angelika (48) und Günter (57) Wangerin aus Heide verzichten für die Beethoven-Proben sogar einmal im Monat auf ihren Tanzkreis. „So eine Gelegenheit gibt es sonst nur in größeren Städten“, weiß Günter Wangerin, „in Dithmarschen haben wir davon noch nichts wahrgenommen.“ Der PR-Berater singt seit seiner Jugendzeit und spielt, genauso wie seine Ehefrau Angelika, mehrere Musikinstrumente. Beiden bringt die Probenarbeit viel Spaß – auch wenn sie sich noch über zwei Jahre erstrecken werden. Günter Wangerin: „Das ist vollkommen in Ordnung, schließlich sind wir kein Profichor!“

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, bestätigt Peter Heeren, „mir ist es aber auch wichtig, dass die Freude an diesem Stück auf die Sänger überspringt!“ Aus diesem Grund hat sich der Kantor für einen frühzeitigen Beginn der Probenarbeit entschieden. Peter Heeren: „So können wir uns in aller Ruhe und mit viel Spaß auf unser Konzert am 3. Januar 2016 vorbereiten!“

von Svenja Engel
(Marner Zeitung am 12.04.2014)

EXTRA

Weitere Gastsänger sind herzlich willkommen. Die Proben finden einmal monatlich montags von 20 bis 21.30 Uhr im Gemeindehaus Marne statt. Die nächste Probe ist am 12. Mai 2014. Bei vorheriger Anmeldung im Kirchenbüro oder beim Kantor Peter Heeren (Tel. 04851-57404851-574 oder peter.heeren@freenet.de) könnten vorher schon die Noten bestellt werden.

 


 

 

 

Lin Chen (Marimba/Percussion)      Kristian Sievers (Gitarre/E-Gitarre)

 

 

 

 

 

 

                                    (Professor Hans Gebhard, Hamburg)

Musikalischer Frühling

 

Einen musikalischen Hochgenuss für Liebhaber der Orgelmusik bietet die evangelische Kirchengemeinde in Marne. Am 1. Juni wird dort Professor Hans Gebhard aus Hamburg zu Gast sein, um in der Maria-Magdalenen Kirche ein Orgelkonzert zu geben. Hans Gebhard gilt als eine der herausragendsten Persönlichkeiten auf dem Gebiet des Orgelspiels. Er absolvierte sein Kirchenmusik- und Kompositionsstudium in München unter anderem bei Michael Schneider, Friedrich Högner und Joseph Haas. 1950 wurde er Stadtkantor in Hof (Bayern). In der Zeit von 1959 bis 1989 arbeitete Hans Gebhard als Kantor und Organist an der St. Nikolaikirche in Kiel. Der Professor für Chorleitung und Orgelspiel an der Musikschule in Lübeck erhielt 1980 den Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel. Hans Gebhardt beweist nicht nur auf Orgelkonzerten rund um die Welt seine hohe Kompetenz. Auch als Dozent für Meisterklassen ist sein Fachwissen sehr gefragt. Viele seiner Konzerte wurden auf Schallplatten und CDs veröffentlicht.

In der Maria-Magdalenen Kirche wird Professor Hans Gebhard ein zur Jahreszeit passendes Programm präsentieren. „Die Komponisten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert haben sich für ihre Orgelwerke gerne von Vogelstimmen inspirieren lassen“, erklärt Professor Gebhard, „daher werde ich dem Marner Publikum ein Frühlingsprogramm mit Werken von Liszt, Kerll und Messiaen darbieten.“

 

Das Konzert am 1. Juni 2014 beginnt um 17 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro.

 

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Kantor Peter Heeren an seinem Arbeitsplatz, der Orgel in der Maria-Magdalenen Kirche in Marne. In den nächsten Jahren steht für ihn und seinen Chor Beethoven auf dem Programm       

 

                                                                                                                                

Kantorei Marne und Luther- und Wichernkantorei Lübeck wagen sich an Beethovens „Götterfunken“ 

Gemeinsam an die Neunte

Von Svenja Engel

Marne/Lübeck - Sie gehört weltweit zu den populärsten Werken der klassischen Musik und seit 1995 ist ihre Ode sogar die offizielle Hymne der Europäischen Union – die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven. Zwei Kantoreien in Dithmarschen und Lübeck haben sich nun vorgenommen, dieses Meisterwerk gemeinsam aufzuführen.

Es begann mit Beethovens „Achter“. Vor drei Monaten engagierte der Dithmarscher Kirchenmusiker Peter Heeren das Orchester „Neue Philharmonie Hamburg“ und führte in der Maria-Magdalenen Kirche in Marne neben der Freischützmesse von Weber die Sinfonie Nr. 8-Dur von Ludwig van Beethoven auf. Die Kirche war voll und die Zuhörer begeistert. „Seitdem habe ich das Empfinden, meinem größten Wunsch etwas nähergekommen zu sein“, sagt Peter Heeren und zeigt auf die Noten in seiner Hand. „Ich möchte hier jetzt auch die 9. Sinfonie von Beethoven aufführen!“

Bei der Aufführung der Freischützmesse im September wurde die Kantorei Marne von den Sängerinnen und Sängern der Luther- und Wichernkantorei Lübeck unterstützt –im Gegenzug reisten die Marner nach Lübeck, und sangen dort mit. Was lag also näher, als das geplante Konzert wieder gemeinsam vorzubereiten und aufzuführen? Peter Heeren griff zum Telefonhörer und hatte Glück: Berufskollege Sven Fanick, Leiter der Luther- und Wichernkantorei Lübeck, stimmte sofort begeistert zu. „Mit der Neunten wird viel Arbeit auf uns zukommen“, weiß Fanick, „aber so ein populäres Werk macht das Singen in einer Kantorei wieder attraktiv!“ Beide Kirchenmusiker beobachten seit Jahren, dass Pop- und Gospelchöre aus allen Nähten platzen, während die Beliebtheit der Kirchenchöre stetig sinkt.

Damit das geplante Projekt ein voller Erfolg wird, will Peter Heeren auf ein bewährtes Orchester zurückgreifen. „Wir würden gerne wieder die Neue Philharmonie Hamburg verpflichten“, sagt der Kirchenmusiker aus Marne, „die Musiker sind hervorragend und die Zusammenarbeit hat super geklappt!“

Ein „locker eingestreuter“ Beethoven

Bis die hanseatischen Berufsmusiker nach Lübeck und Marne reisen, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Die Aufführungen der „Neunten“ sind erst für das Frühjahr 2016 geplant. Die Proben beginnen allerdings schon in Kürze: Bereits im Februar des kommenden Jahres schlagen die Mitglieder der Kantoreien in Marne und Lübeck zum ersten Mal ihre Beethoven-Noten auf – vorerst aber nur im vierwöchentlichen Rhythmus. „Den Beethoven streuen wir erstmal nur locker mit ein“, sagt Sven Fanick mit einem Augenzwinkern.

Die Kantoreien werden auch erst kurz vor den Aufführungen zu gemeinsamen Proben zusammenkommen. Neue Sänger sind in beiden Chören herzlich willkommen, auch Gastsänger ausschließlich für die 9. Sinfonie. „Wer träumt nicht davon, einmal den weltberühmten, vierten Satz „Freude schöner Götterfunken“ mitzusingen“, wirbt Peter Heeren für die bevorstehenden Konzerte, „jetzt ist die Gelegenheit da!“

Gesucht werden Sängerinnen und Sänger in allen Stimmlagen. Notenkenntnisse sind erwünscht, jedoch keine Bedingung. Die Proben finden im Gemeindehaus in Marne, Österstraße 16 statt – voraussichtlich jeden dritten Montag im Monat, erstmalig am 17. Februar 2013 um 20 Uhr. In Lübeck beginnen die Proben im Gemeindehaus am Andersenring 29 am 27. Februar 2013 um 19.30 Uhr, danach soll an jedem letzten Donnerstag im Monat für die „Neunte“ geprobt werden.

Um Anmeldung wird gebeten bei Peter Heeren im Kirchenbüro Tel. 04851-57404851-574 oder unter peter.heeren@freenet.de, Sven Fanick unter Tel. 0163-14300760163-1430076 oder per Email unter s.fanick@googlemail.com.

Evangelische Zeitung, 5. Januar 2014

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